Bowen geht tief!

Ich möchte hier von einem Fall berichten, der zeigt, wie unglaublich wertvoll Bowtech arbeitet, und wie es möglivh ist, deratrige Wirkungen mit dem nötigen Verständnis auch einordnen zu können.

Frau B. war von der Wirkung der ersten zwei Bowtech Anwendungen so angetan, daß sie bald darauf mit ihrer Tochter Karoline zu mir kam. Das zehnjährige Mädchen hatte zwar keine akuten Beschwerden, kämpfte aber bereits mit chronischem Asthma und Neurodermitis.

Ich habe Karoline jeweils im Wochenabstand 3 mal behandelt: Nachdem momentan keme akuten Beschwerden vorhanden waren, habe ich die Mutter gebeten, mit weiteren Behandlungen zunächst abzuwarten.

Drei Monate später kam auch Karolines Vater zur Behandlung und erzählte folgendes: Drei Tage nach Karolines letzter Bowtech Behandlung (Brustbein), lag sie morgens bewußtlos im Bett. Ihre Schwester, die sie gefunden hatte, weckte sofort die Eltern auf, die zu Tode erschraken. Als der herbeigerufene Notarzt eintraf, war das Mädchen schon wieder bei sich. Die anschließende Untersuchung im Krankenhaus verlief ohne Befund, die Ärzte vennuteten einen epileptischen Anfall.

Da die Eltern sich nicht damit zufrieden gaben, daß man da nichts "finden" konnte, gingen sie noch zu einer homöopathischen Ärztin. Als das Gespräch auf die bereits erhaltenen Bowen Sitzungen kam, stellte die Ärztin fest, sie könne sich gut vorstellen, daß "die Bowen-Behandlungen diesen epileptischen Anfall ausgelöst haben, denn Bowen geht tief!"

Karolines weitere Entwicklung zeigte, wie positiv dieser Vorfall war, denn laut Ihres Vaters hatte sie seither weder einen erneuten Asthmaanfall noch Anzeichen von Neurodennitis gehabt. Neben einem ausgezeichneten Appetit hat sie auch an Gewicht und Grösse auffallend zugelegt. Schulisch geht es ihr ebenfalls deutlich besser. Offenbar alles Dinge, die vorher vergleichsweise weniger positiv verlaufen waren.

Wie ist so etwas möglich? Nun, wer mit den fünf biologischen Gesetzen der Germanischen Neuen Medizin vertraut ist, und dazu noch die Forschungen des Dr. Charles Krebs miteinbezieht, wie ich sie in meinem Artikel BEHANDLUNGSREAKTIONEN VERSTEHEN (siehe Bowen Journale August 2010, November 2010 & Februar 2011) beschrieben babe, der kann sich gut erklären, was hier geschehen ist.

Mit diesem Verständnis im Hinterkopf konnte ich Karolines Vater dann folgendes erklären: "Fehlte bei Karolines epileptischen Anfall die Verkrampfung, war es eine Absence, und demzufolge hat sie in der Vergangeiheit einen Trennungskonflikt erlebt!" Der Vater musste keine drei Sekunden überlegen und erwähnte die drei Jahre zurückliegende Ehekrise, in der sogar von Scheidung die Rede gewesen war. Das hatte Karoline sehr belastet!

Tatsächlich müssen die Gespräche über Scheidung damals dem Mädchen schockartig eingefahren sein. Nachdem die Eltern aber zusammenbleiben wollen hätte sich der Konflikt auch schon früher lösen können, tat es aber nicht, da er offensichtlich auf "stand-by" geschaltet war (siehe den erwähnten Artikel über Behandlungsreaktionen verstehen).

Um diesen Fall verständlicher zu machen, möchte ich noch Folgendes erläutern: Eine Absence, wie bei Karoline, geht vom sensorischen Rindenzentrum des Gehirns aus. Dort werden vor allem die Empfindungen unseres größten Organs - der Haut, verarbeitet. Die Haut ist aber biologisch gesehen unsere Grenze (Abgrenzung gegenüber unserer Umwelt, Kontaktaufnahme etc.). Alle Probleme, die unsere Epidermis betreffen, stehen in irgendeinem Bezug zu Abgrenzungsproblemen, meistens ist es ein unerwarteter Kontaktabriss.

Nun stelle ich dar, wie unser vegetatives Nervensystem vor, während und nach einem Konflikt reagiert: Konflikt aktiv Sympatikotonie eine Konflikllösung im Gehirn kann man anschaulich mit einer Prellung vergleichen, bei der als Zeichen der Heilung ein Ödem entsteht.

Beim epileptischen Anfall wird das "Ödem" durch ein kurzes Umschalten des Nervensystems von vagoton auf sympatikoton "ausgepresst"; dies symbolisiert quasi den Wendepunkt zwischen Ödernzunahrne und Ödemabnahme im Gehirn, mit anschliessender Restitutionsphase des Gewebes. Zum Veranschaulichen stelle man sich eine Neonröhre vor, die aus- und wieder eingeschaltet wird. Es dauert eine kurze Zeit, bis das Licht wieder nonnal konstant brennt. Ebenso braucht es eine kurze Zeit, bis die Verbindung Gehirn - Körper wieder normale Impulse erhält.

Bleibt der Konflikt gelöst, wird es keine Epilepsie mehr geben, da der vegetative Rhytmus ausgeglichen ist (Eutonie).

Nur wenn weitere Konflikte oder Rezidive des gleichen Konfliktes passieren, wird es zu neuen Anfallen kommen, sofern eine Konfliktlösung stattfindet (siehe obiges Schema). Und sofern kein "Überlastungsschutz" den Konfliktverlauf auf der Ebene des vegetativen Nervensystems auf "stand-by" geschaltet hat. Dort könnte Bowtech dann wieder die Lösung bringen.

EUROPÄISCHER BOWEN VEREIN